Aus der Not eine Jugend gemacht
21. März 2007

Aus der Not eine Jugend gemacht

StadionwurstKennen Sie Danny Blum? Oder Daniel Geiger? Nein? Und was ist mit Kevin Trapp? Auch nicht? Diese drei jungen Männer haben eines gemeinsam – sie spielen alle in der B-Junioren Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Okay, werden Sie jetzt sagen, und weiter? Gibt es einen tiefsinnigeren Grund warum der hier so blöde Fragen stellt?
Ja, den gibt es. Denn die U17 der “Roten Teufel“ war am vergangenen Wochenende die einzige Mannschaft des FCK in den relevanten Altersklassen, die ihr Pflichtspiel nicht verlor. Okay, die E1 wird vermutlich mit 13:1 gegen die SG Eintracht Kaiserslautern gesiegt haben, aber das sei jetzt mal nur nebenbei erwähnt. Nein, die wichtigen Lauterer Mannschaften, das sind andere.

Natürlich die Lizenzspielertruppe, die ja am Sonntag bekanntlich in Freiburg großes Damentennis bot und selbstverständlich absichtlich mit 1:4 verlor. Man will ja nicht, dass der Aufstiegskampf zu schnell entschieden wird und man will auch nicht, dass sich Chefteufel Wolle neue Durchhalteparolen einfallen lassen muss. Als nächst höhere und somit wichtige Elf folgen die Amateure, die ja eigentlich nicht Amateure, sondern FCK II genannt werden wollen, in der Regionalliga Süd. Dort setzte es am Freitag Abend eine stark herausgeschundene und soveräne, nie gefährdete 0:2-Pleite bei der TSG Hoffenheim. Okay, bei den Kraichgauern mit Mäzen Dietmar “SAP” Hopp darf man schon einmal verlieren, schließlich ist die TSG ein Aufstiegsaspirant. Mit dem selben Gegner bekamen es auch die FCK-Bundesliga-Junioren, also die U19, zu tun. Und auch sie zogen in Hoffenheim den Kürzeren. Einzige Unterschiede: Nicht am Freitag, sondern am Samstag und nicht 0:2, sondern 0:1. Aber mindestens genau so unnötig und vermeidbar, gewannen die Hoffenheimer Nachwuchstalente schließlich zum ersten Mal wieder nach zehn sieglosen Spielen. Der FCK als Aufbaugegner, als karitative Einrichtung, als sozialster Verein des Monats – ein Grund stolz zu sein. Endlich braucht Vorstandschef Arndt Jaworksi vor den Heimspielen nicht mehr den elft- oder zwölftsozialsten Fanclub auszuszeichnen, sondern kann die Einstellung seines eigenen Arbeitgebers honorieren.

Gab es in den vergangenen Wochen und Monaten im Fußballbereich solch eine horrende Negativserie, so konnte man stets die Sportart wechseln und sich auf die FCK-Baskets verlassen. Gesagt, getan. Aber zumindest diesmal falsch gedacht: Die Korbballer leisteten sich gegen den Tabellenfünften Chemnitz ihre fünfte Saisonniederlage und gaben die Tabellenführung ab. Sie werden es schon ahnen, unnötigerweise. Bisherige Bilanz also beim Gesamtverein: Vier Spiele, vier Pleiten, mindestens zweieinhalb davon waren vermeidbar.

Am Sonntag Mittag um ein Uhr begab sich im Mehlinger Sportpark „Rote Teufel“, aka Fröhnerhof, dann ein Mann mit einer Mission auf den Platz. Gunther Metz, ehemaliger Profi und nun Trainer der Lauterer B-Jugend, erlangte schließlich auch die Lizenz zum Siegen. Zugegeben, in der Regionalliga Südwest, der momentan noch höchstmöglichen Spielklasse für die Pfälzer Nachwuchself, fiel das Aufpolieren der tristen Bilanz nicht allzu schwer. Aber immerhin passierte das gegen die SG Betzdorf nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“. Endergebnis: Kaiserslautern acht, Betzdorf null. Der Name ist Programm: Klar, das BETZdorf dem FCK gerne unter die Arme griff. Okay, noch eine Einschränkung – Betzdorf ist das Tabellenschlusslicht und hat in der laufenden Saison ein einziges Mal den Platz als Sieger verlassen. Aber egal, acht Tore musst du erst mal schießen. Kleines Bonbon dabei am Rande: Das 4:0 war der bereits 100. Treffer in der laufenden Saison für den FCK. Und damit hielt dann schließlich doch EINE Lauterer Mannschaft die rot-weiße Fahne hoch. Ein Grund, stolz auf die Talente zu sein. Darum: Wir sind B-Jugend!

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2 Kommentare zu “Aus der Not eine Jugend gemacht”

  1. Rico: ()

    Ehm Hallo Gehds noch macht mal das von mir raus wer schreibt so ein scheiß über mich wenns nicht raus gemachd würd dann meld ich das

  2. Kayleen: ()

    I’m quite pleased with the ifonrmtaoin in this one. TY!

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