31. August 2012, 13:52 Uhr

Auswärtsspiel in Dresden

Das Unentschieden gegen die 60er ist noch nicht ganz verdaut, da geht es auch schon weiter auf der großen Bühne zweite Liga. Heute verschlägt es die Roten Teufel in den tiefsten Osten der Nation um gegen die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden e. V. das nächste Auswärtsspiel zu bestreiten. Nach nunmehr 14 (!) Jahren trifft man auf einen anderen Traditionsverein, der auch in den letzten jahren Federn lassen musste, aber momentan auf einem sehr guten Weg zu sein scheint. Die Ausgangslage ist, wie so oft in der jungen Saison recht entspannt. Schließlich kann kaum ein Verein schon von erster Panik oder Vorbereitungen auf dem heimischen Rathausbalkon berichten.

Beim heutigen Gegner aus Dresden sieht es wie erwähnt ganz gut aus. Ein relativ erfolgreicher Start in die Runde, mit einem überzeugenden 3:1 Auswärtssieg in Duisburg, zeugen davon. Obwohl mit Kapitän Robert Koch (Verletzung am Sprunggelenk) sowie auf Ouali (Muskelfaserriss) auf zwei Stammkräfte verzichtet werden muss, scheint die SGD recht zuversichtlich gegen die Pfälzer nicht leer ausgehen zu müssen. Auch heute treffen die Teufel wieder auf einen alten Bekannten. Tarzans ehemaliger Schützling Florian Fromlowitz ist momentan die Nummer zwei im Kasten der Dynamo.

Bei den Roten Teufeln hat sich kurz vor Ende der Transferperiode auch noch etwas getan. Wie fck-blog.de berichtete, verpflichtete man Florian Riedel vom Drittligisten VfL Osnanbrück um in der Abwehr mehr Stabilität zu schaffen. Ansonsten gibt es personell keine großen Änderungen. Die wahrscheinlichste Änderung gegenüber der Startelf gegen 60′ könnte Dominique “Salami” Heintz betreffen. Nach ein sehr guten Halbzeit letzte Woche kann sich das Eigengewächs gute Chancen ausrechnen.

Ein Spiel in Dresden ist für die Presse und wahrscheinlich einige Fans Grund wieder Angst zu schüren und vor der Gefahr rassistischer Fans zu warnen. Leider musste sich ausgerechnet Dynamo in jüngster Vergangenheit wieder mit dieser Thematik beschäftigen. Beim Spiel im Pokal gegen Chemnitz kam es zu Beleidigungen gegen den Spieler Pote durch Chemnitzer Fans. Und wie aus dem Lehrbuch reagierte der Verein, wie man es eben in einer solchen Situation tun muss:

“Rassistische Äußerungen sind ein Beleg von Schwäche und Dummheit, und wer auch immer sich zu ihnen hinreißen lässt, trifft damit stets auch unsere Spieler, unsere Mannschaft, unseren Verein, unsere Sportgemeinschaft”, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Klubs: “Wir werden uns vor unsere Sportler und Fans stellen, wenn sie beleidigt oder angegriffen werden.” Dynamo selbst sei mit 27 Spielern aus 14 Nationen ein “bunter Haufen”.

Dass Dresden auch kein unbeschriebenes Blatt ist, weiß Deutschland spätestens seit Dortmund ’11. Zu hoffen, dass es heute zwar ein Hexenkessel in Dresden gibt, aber auch einen friedlichen Support der Fans!

fck-blog.de tippt: Es wird ein souveränes Spiel der Roten Teufel. Ein 3:1 Sieg!

2. Liga | Thilo | Trackback

5 Kommentare zu “Auswärtsspiel in Dresden”

  1. haaksbergen: ()

    Vor allem die Auswärtsstärke macht derzeit viel Spaß. Jetzt mal zu Hause nachlegen, damit der Betze wieder bebt.
    FCK-Blog.de sauber getippt. Hut ab.

  2. Anonymous: ()

    Naja, von Auswärtsstärke habe ich nicht viel gesehen, aber die Torausbeute, mit drei Torchancen und drei Toren war natürlich optimal. Das Pech gegen 1860 vor dem Tor wurde gegen Dresden wieder ausgeglichen. Wenn ich mich recht erinnere war der FCK mal an Poté von Dresden interessiert. Das wär´s gewesen!
    Schön, dass es nochmal Zeiten gibt wo einem der FCK wieder Freude bereitet. Wenn gegen den MSV ein Sieg eingefahren wird, dann ist der Fluch “auf dem Betze nicht mehr gewinnen zu können” endlich aus den Köpfen der Spieler vertrieben.
    Auf gehts FCK!
    Natürlich wünsche ich auch dem “fifilein”, dass es mit Waldhof irgendwann mal wieder was zu feiern gibt!!

  3. Schuhseppel: ()

    Auswärtsstärke nicht gesehen? Dann musst du zum Augenarzt. Wer in Aalen und Dresden gewinnt ist auswärts stark. Dein Wunsch mit Waldhof, die können vielleicht den Abstieg in die Oberliga feiern.

  4. fifilein: ()

    Nieder mit dem Latschenjosef. Eher steigt der FCK ab in die 3. Liga – wohin er eigentlich schon längst gehört – als daß der einzig senkrechte Verein im deutschen Fußball in der BW-Oberliga schmachtet.

  5. Schuhseppel: ()

    Wusste gar nicht, dass Senkrecht nach unten ist.
    Aber ist ok, Leben und Leben lassen.

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