Blick zurück: Kouemahas Foul an Prödl
Das torlose Unentscheiden im Samstagabendspiel zwischen Kaiserslautern und Bremen wird Werders Verteidiger Sebastian Prödl in ganz schlechter Erinnerung behalten. Kurz vor der Pause stieg der Österreicher vor dem Lauterer Tor zum Kopfball hoch, wurde daran aber von Dorge Kouemaha “gehindert”. Mit einem riskanten Fallrückzieher traf er Prödl im Gesicht. Die schreckliche Folge: Nasenbeinbruch, Fraktur des Oberkiefers sowie eine Gehirnerschütterung. Gute Besserung von dieser Stelle nach Bremen.
Noch in der Halbzeit sprach Sky-Experte Markus Merk von einem “klaren Elfmeter”, auch Ex-Schiedsrichter Eugen Striegel kam nach Abfiff zu demselben Schluss. Aber warum? Werden Fallrückzieher in Nähe des Gegners nicht eigentlich als “gefährliches Spiel” und damit mit indirektem Freistoß geahndet? Ein Blick in die offiziellen DFB-Regeln verrät:
Gefährliches Spiel liegt nur vor, wenn kein Körperkontakt zwischen den Spielern erfolgt. Kommt es jedoch zum Körperkontakt, gilt die Aktion als Vergehen und wird mit einem direkten Freistoß oder Strafstoß geahndet. Bei gefährlichem Spiel mit Körperkontakt hat der Schiedsrichter zudem zu prüfen, ob auch eine Unsportlichkeit vorliegt.
Die richtige Entscheidung wäre also gewesen: Foulelfmeter und Gelb für Kouehmaha. Glück für den FCK, doppeltes Pech für Bremen. Prödl wird erstmal einige Wochen ausfallen.
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