Das Sasic-Konzept – und warum es richtig ist
10. März 2008

Das Sasic-Konzept – und warum es richtig ist

Wieder einmal hat der 1. FC Kaiserslautern seinen Trainer gewechselt. Die Never-Ending-Story der sportlichen Erfolgslosigkeit geht also weiter. Aber was bringt es eigentlich, den Übungsleiter auszutauschen? Schließlich kann der “Neue” dann weder Einfluss auf die Kaderstärke noch auf die Fitness des Teams nehmen, und auch taktische Veränderungen sind nicht immer möglich. Baut die Kaiserslauterer Führung also nur auf die alte (Fußballer)Weisheit “Neue Besen kehren gut”? FCK-Blog meint nein.

Schließlich hat sich in den wenigen Wochen der Sasic’schen Ära doch schein einiges zum Guten gewandt, auch wenn es auf den ersten Blick nicht für jeden erkennbar ist. Denn schaut man sich die Spiele der “Roten Teufel” im Fernsehen oder live vor Ort an, dann wirken die Akteure vielleicht leidenschaftlicher, die Ecken sind aber noch genauso herausragend schwach wie in Rekdals Amtszeit. Auch kann der ehemalige Koblenzer Fußballlehrer Marcel Ziemer nicht zum Messi machen, zumindest nicht auf dem Platz. Größtes Merkmal der Veränderung ist die Rehabilitation des unschuldigen Schuldlammes Stefan Lexa, der aber nach ewig langer Spielpause verständlicherweise bislang eher als Unkrautzupfer denn als Bäume-Ausreißer agiert.

Nein, was sich unter Milan Sasic, dem Mann mit dem fußballtechnisch zweifelhaften Vornamen, verändert hat, sieht man erst auf den zweiten Blick. Der Kroate hat schon in der Woche nach seiner Vertragsunterzeichnung das sogenannte “Perspektivteam” ins Leben gerufen – eine harmonische Komposition aus der Oberligamannschaft und potenziellen Nachwuchsstars der U19 von Trainer Steven Dooley. Mehrmals fanden nun schon Duelle zwischen diesem Team und einer geschwächten Lizenzspielerelf statt – mit wachsendem Erfolg. Die Profis aus dem zweiten Glied können Spielpraxis sammeln, die Youngsters machen im besten Fall den Cheftrainer auf sich aufmerksam. Paradebeispiele sind Mariusz Suszko und Hasan-Ali Kaldirim.

Suszko, der Allrounder aus der Amateurmannschaft, überzeugte den Coach mit seinen Leistungen und trainierte bereits mit den Profis mit. Und diesmal nicht aus Verzweiflung, wie anfang der Saison unter Rekdal, sondern weil er Entwicklungsmöglichkeiten zeigt. Kaldirim, der Linksaußen der A-Junioren, zeigt sich seit Wochen in bestechender Form und überzeugte im Perspektivteam auch Sasic. Außerdem bermerkenswert: Der Cheftrainer sieht sich die Spiele der Juniorenmannschaften an und macht sich selbst ein Bild von den starken Lauterer Talenten. Anders als Kjetil Rekdal, der lange Zeit nicht einmal mit U19-Ausbilder Steven Dooley sprach. Dooley selbst sieht den FCK so auf dem richtigen Weg und sagt: “Die Jungs profitieren in ihrer Leistung von diesen Spielen”. Na also, geht doch. Sasic scheint, im Gegensatz zu ihr-wisst-schon-wer, ein Konzept zu haben. Momentan stehen die FCK-Profis zwar noch einen Rang hinter den Nichtsabstiegsplätzen, aber wenn der eingeschlagene Weg erfolgreich fortgesetzt wird, dann klappt’s auch mit dem Tabellennachbarn.

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5 Kommentare zu “Das Sasic-Konzept – und warum es richtig ist”

  1. Polarfux: ()

    ICH LIEBE DIE STADIONWURST!

    MEHR DAVON

  2. TheoTraub: ()

    Hallo Leute,

    habt Ihr euch schonmal Gedanken gemacht wer wohl künftig im Fritz Walter Stadion seine Spiele austragen wird? Für manche 1.FCK-Spiele in der Regionalliga reicht ja wohl Platz 4 aus.
    Hoffentlich nicht die Amis mit ihrem Football!

    Da werden wohl einige Angestellte und Arbeiter den Weg zum Arbeitsamt gehen müssen.

    Wenn der 1.FCK II in die Regionalliga aufsteigen würde, könnte mann doch den Profis in den Arsch treten und somit viel Geld sparen.

    Mir gehen in letzter Zeit soviele Gedanken durch den Kopf.

    Könnte man doch die Zeit zurückdrehen. Mit einem Hans Peter Briegel und noch fünf anderen Spielern von damals: also insgesamt 6 Spielern, im Vergleich zu heutigen 11 Spielern, wäre man in der 2.Liga vom Abstieg bereits jetzt gerettet.

    Aber der 1.FCK tingelt ja bereits auf den Dörfern herum – hoffentlich sichten sie dort ein paar Talente anstatt nur Federn in die Luft zu blasen. In Diedelkopf sollten sie mal ein Freundschaftsspiel austragen, vielleicht hat der Miro ja noch ein bisschen Verwandtschaft die der 1.FCK anheuern könnte. Der Opa von Miro würde es nicht viel schlechter machen als die “Profis” vom 1.FCKindergarten.

    Tschüss Fans

  3. Schuhseppel: ()

    Hallo,
    ich glaube Sasic geht genau den richtigen Weg und mit ihm werden wir es auch schaffen und nicht absteigen. In 4 Wochen sieht die Welt wieder anders aus und die Tabelle auch.
    Viel Glück und Erfolg.

    Gruß Schuhseppel

  4. Haaksbergen: ()

    Die nächsten Gegner heißen Wehen, Offenbach und Osnabrück. Wenn hier nicht 7 Punkte aus drei Spielen geholt werden, haben wir den Klassenerhalt schlicht und einfach nicht verdient.
    Es ist also noch alles drin und ich habe immer noch Hoffnung, dass Platz 14 geschafft wird.
    Glauben wir einfach daran und zwingend das nötige Quentchen Glück auf unsere Seite.

  5. Kaisersolli: ()

    Ha,Ha Platz 4,würde nie ausreichen!Wo sollen die 5000-10000
    FCK-Fans hin?Ich komm auch nach dem Abstieg noch!Auswärts wird’s auch eng!2000 FCK-Fans passen nicht in jedes Oberligastadion!

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