Eine Stadionwurst mit Kaufoption!
27. Juli 2009

Eine Stadionwurst mit Kaufoption!

Samstag, 08. August 2009, 13:50 Uhr. Dank der Geldgier der DFL darf der 1. FC Kaiserslautern sein Saisonauftaktspiel gegen Greuther Fürth zu einer für den hungrigen Stadionbesucher äußerst ungünstigen Uhrzeit austragen. Das Mittagessen zu Hause fällt aus, aber was soll’s, der Magen will ja schließlich trotzdem gefüllt werden – auch im Stadion. Leider wurden in der Sommerpause die Imbisslizenzen neu ausgeschrieben, so weiß ich nicht, wo die Stadionwurst am besten schmeckt. Aber dieses Problem werde ich auf ausgeklügelte Art und Weise lösen – ganz nach FCK-Manier. Mir ist jetzt schon klar: Das erste Würstchen der neuen Saison gönne ich mir nur mit Kaufoption!

Gleich drei Spieler hat sich der FCK bislang vor der Saison geangelt, die allesamt nur auf Leihbasis in die Pfalz wechseln, aber nach dem 34. Spieltag fest verpflichtet werden können. “Leihe mit Kaufoption” heißt das im Manager-Fachjargon. Klar, die “Roten Teufel” haben wenig Geld, und diese Art des Transfers ist die denkbar risikoloseste. Schlägt der Spieler ein, kann man ihn fest binden (sofern dann irgendwann mal das Geld vorhanden ist), macht er den, wie man in Kaiserslautern sagt, “Husejinovic”, versagt also auf ganzer Linie, dann heißt es: Du bist der Schwächste, du fliegst, und Tschüss!

Das klappt doch mit den Würstchen am Imbissstand sicherlich genauso gut. Schließlich bin ich Student, und habe auch keine Kohle, und die braucht man für Würstchen doch im doppelten Sinn, unter dem Grill und in der Tasche. Aber nicht verzagen, Stefan Kuntz fragen. “Eine Rindswurst mit Senf – mit Kaufoption bitte!” Wenn der erste Biss schmeckt, spitze. Wenn nicht, na, ihr wisst schon.

Schön und gut das Ganze, vor allem dann, wenn der Spieler dem Verein und das Würstchen mir schmeckt. Dann gibt es keinerlei Probleme. Was aber passiert, wenn das Gegenteil der Fall ist? Ich bekomme vermutlich Stadion(wurst)verbot (Aber Achtung: Fußballfans sind keine Mundräuber!), und der FCK bekommt seinen gefühlten sechsten Totalumbruch in fünf Jahren. Denn neben den mit Kaufoption geliehenen Daniel Pavlovic, Ivo Ilicevic und Rodnei (mit Adam Nemec steht bereits der vierte in den Startlöchern) spielen auch Sidney Sam und Georges Mandjeck nur auf Leihbasis für die “Roten Teufel”. Auch wenn Kuntz und Kurz sie halten wollen, das letzte Wort hat immer der abgebende Verein. Konstanz sieht leider anders aus.

Abgesehen davon: Diese ständige Ungewissheit zehrt auch an den Nerven der Fans (Stichwort: “Wer kummt dann jetztert uff mei Triggo hinnedruff?”). “Es geht nicht anders”, wird Stefan Kuntz nicht müde zu betonen und wiederholen. Nur so gelingt es, erstligaerfahrene und potenziell fähige Neuzugänge auf den Betzenberg zu lotsen. Und ich weiß auch, dass es nur so geht. Aber wie hat René Charles Jäggi einmal so schön im DSF-Doppelpass gesagt? “If you pay peanuts, you get monkeys”. In den unseren Fällen “kauft” der FCK höchstens die Erdnussschale, oder wenn’s super läuft, noch eine Nuss dazu. Aber nur eine. Wenn es dumm läuft, sind die Lauterer aber nach der Saison alle fünf (und mit Nemec, dem lang ersehnten Stürmer, bald sechs) Leihspieler wieder los – und die Shoppingtour geht von vorne los. Das wäre dann quasi der “Worst Case”. Und für mich der “Wurst Case”. Hoffen wir das Beste. Alles wird gut.

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3 Kommentare zu “Eine Stadionwurst mit Kaufoption!”

  1. Markus Henn: ()

    Dann hoffen wir mal, dass die Würste gut ankommen, aber der Preis infolgedessen nicht steigt.

  2. polarfux: ()

    Jaaaa.

    Endlich wieder eine Stadionwurst!

    Mehr davon,kleiner Fabe!

  3. malte: ()

    Passender vergleich, hoffen wir das es gut ausgeht und die Wurst schmeckt!

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