FCK, der gütige Ex-Verein
15 Spieltage sind gespielt, Zeit für ein erstes Vor-Vorrunden-Ende-Fazit. Gewidmet ist diese statistisch-satirische Betrachtung aber keinesfalls den acht Treffern von “Tordjan” Lakic und auch nicht den sieben (!) Gelben Karten von “Hans-Peter” Ouattara, sondern eher den Gegentoren. Denn was fällt auf bei den Treffern, die der FCK auch in dieser Spielzeit bereits wieder zur Genüge kassiert hat? Welches Phänomen scheint schon seit Jahren ausgerechnet unseren “Roten Teufel” zu widerfahren? Die Antwort folgt nach einer kurzen Werbepause. [Klick]
So, da sind wir wieder, herzlich willkommen zurück beim FCK, dem freundlichsten Ex-Arbeitgeber im deutschen Profifußball! Beim wohltätigsten Verein jenseits des Hopp’schen Imperiums! Warum? Ich werde es euch sagen: Zwei Dinge fallen nicht nur mir schon seit einiger Zeit auf, wenn die Tore unserer Gegner gegen das Duo Robles/Sippel in Erinnerung gerufen werden. Erstens: Gegen den FCK treffen mit Vorliebe die Spieler unseres jeweiligen Kontrahenten, die früher mal das Lauterer Trikot trugen. Das mag (auch bei anderen Clubs) mit gesteigerter Motivationen und Einsatzbereitschaft zu tun haben, aber gefühlt ist diese Quote beim FCK hundertmal höher. Oder um mal eine halb-wissenschaftliche These aufzustellen:
Die Wahrscheinlichkeit P eines Tores für Mannschaft X <> (ungleich) FCK ist groß, wenn in dieser Mannschaft ein ehemaliger Kaiserslauterer Spieler Y steht. Die Trefferquote steigt exponentiell, wenn dieser Spieler Y in seiner Zeit t beim FCK absolut rein gar nix auf die Reihe gebracht hat.
So. Jüngstes Beispiel aus dem Aachen-Spiel: Benjamin Auer. Beim FCK was das Gewicht (aber nicht die Geschwindigkeit) anbelangte Ailtons Bruder im Geiste und mit einem “Torriecher” ausgestattet, den sogar Kevin “Ääh” Kuranyi kaum toppen könnte, trifft Auer jetzt wieder für die Alemannia und natürlich auch gegen seinen FCK. Oder wie die Rheinpfalz Auers Kurz-Gastspiel damals nannte: “Zur falschen Zeit im richtigen Verein”.
Weitere Beispiele gefällig? Allein aus dieser Saison fällt das Aufzählen nicht schwer. Ronny König, Stürmerstar des SV Wehen Wiesbaden, kam in der Pfalz nie über eine mehr oder weniger sichere Position in der zweiten Mannschaft heraus. Ergebnis 2008: Zwei Tore gegen den FCK. Oder das Paradebeispiel Ingo Hertzsch: Sein zweites Profitor überhaupt (der Mann ist seit etwa 43 Jahren Profi) fiel letzte Woche für Augsburg und gegen Lautern.
Ihr erinnert euch, irgendwann am Anfang dieses Textes stand einmal “Erstens”. Hier also zweitens: Hat eine Mannschaft einen Stürmer, wahlweise Mittelfeld- oder Abwehrspieler, der seit gefühlten Ewigkeiten kein Tor mehr erzielt hat? Keine Bange, denn irgendwann kommt ja der FCK. Glücklich schätzen konnte sich etwa schon Mike Terranova, der für RW Oberhausen vor seinem Treffer gegen Lautern bereits zig Großchancen gegen andere Mannschaften hat liegen lassen.
Was lernen wir daraus? Ganz einfach: Sollte es irgendwann mal ein Benefizspiel 1. FC Kaiserslautern gegen Bundesliga-All-”Stars” geben, dann bitte liebe Organisatoren, ladet die einschlägigen Namen nicht ein. Da wären etwa Ervin Skela, Timo Wenzel, Balazs Borbely, Marco Engelhardt, Ricardo Villar oder Azar Karadas, und bitte schon gar nicht erst die Angeschlagenen des deutschen Profifußballs wie Kuranyi, Asamoah oder Hanke. Sonst wird das Benefizspiel nämlich zu einem Desaster für die Jungs vom Betzenberg.
Stadionwurst | Fabe | Trackback
Mehr dazu:
Ähnliche Phänomene haben auch andere Vereine: Bestes Beispiel, das ich kenne ist Carl Zeiss Jena. Hier mal eine kleine Auflistung der Spieler die in Jena schlechte bis mittelmäßige (einige Ausreißer nach oben eingeschlossen) Leistung gebracht haben und nun bei anderen Vereinen gute und sehr gute Leistung bringen: Sami Allaguhi, Sandor Thorgelle, Jan Simak, Tobias Werner, Kevin Schlitte, Darlington Omodiagbe, Njazi Kuqi, Kasper Jensen, Ilia Kandelaki u.v.m
Das stimmt,aber sie treffen nicht gegen ihren ehem. Arbeitgeber und nur das ist das Thema.
> Gegentore leicht gemacht <
Da Jena weg vom Fenster ist, kann man auch nicht mehr gegen die spielen…
JAAAA!
Endlich wieder eine Stadionwurst…und die schmeckt nach langer Zeit ohne,mal wieder (wie IMMER) richtig,richtig gut!
Das ist mir in den letzten Wochen auch aufgefallen…
Auch ein schönes Beispiel:
Benni Lauth traf vor gefühlten 6 Wochen zum ersten Mal wieder Doppelt.
Zuletzt gelang ihm das im Februar (2002,2003…?) gegen?
Ja,Kaiserslautern!
Oder fast jede Profi-Mannschaft feierte ihre meisten Bundesliga-Siege gegen wen?
Jaa…FCK!
Oder…Tasmania Berlin verlor in seiner legendären Looser-Saison von 65/66 gegen jeden Gegner mindestens 1mal.
Gegen jeden Gegner? Nein…eine Mannschaft spielte 2 mal nur Unentschieden…
Möglicherweise…der…?!?!
Ja,gegen die Jungs aus der Pfalz…
hahah großartig! klar werden solche statistiken bei jedem verien gerne ausgegraben, aber nur bei den wenigstens dürften sie (leider) so eindrucksvoll wie beim FCK zu sein.
und noch was….kam grade ganz frisch rein!
FSV Frankfurt gegen Mainz.
Zitat des Kommentators “Markus Feulner erzielt das 4 zu 0 für Mainz. Zuletzt traf er am…”
jaaa…am ersten Spieltag gegen den FCK!
F*** dich doch
“…gegen keine andere Mannschaft gewann die B-Elf der blinden Frauenfußballer-Juniorinnen öfter als gegen…”
die statistiken hassen den fck nunmal
hehe. Ja,das könnte wohl auch sein.
Oder hier,ganz frisch im Kicker.
Frankfurt verlor gegen Bremen am Wochenende zum 512. Mal in der Bundesliga.
Sie teilen sich damit PLatz 1 der Mannschaften mit den meisten Niederlagen zusammen mit…
OHNE WORTE