Fußballfieber & Transfertristesse
Noch zehn Tage sind es bis zum WM-Start – zehn Tage bis zum Fußball-Highlight des Jahres. Ganz Deutschland ist fokussiert auf Jogis Jungs, die ersten Welttitelkämpfe auf afrikanischem Boden sind aktuell das Nonplusultra in der Fußballberichterstattung. Doch im Schatten von Michis Syndesmoseband, Lenas Grand-Prix-Sieg und Horsts Rücktritt bereiten sich die Team der ersten Fußballbundesliga auf die neue Spielzeit vor. Zum ersten Mal seit fünf Jahren auch mit dabei: Der 1. FC Kaiserslautern. Doch während die Konkurrenz personell schon mächtig vorgelegt hat, blieb es in der Portokasse der Pfälzer bislang ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm?
Dzeko bleibt in Wolfsburg, Stuttgart hält Molinaro, St. Pauli verpflichtet Asamoah – doch beim 1. FCK hält man sich bislang zurück. Mit Oliver Kirch (Bielefeld), Christian Tiffert (Duisburg) und Chadli Amri (Mainz) stehen erst drei Neuzugänge fest. Zugegeben, keine schlechten, aber auch nicht die erhofften Knaller. Vielmehr macht sich unter den ersten Fans schon Enttäuschung breit. Zwar gehört es seit dem Amtsantritt von Stefan Kuntz beim FCK zum guten Ton, dass von geplanten Neuverpflichtungen selten etwas vorher an die Öffentlichkeit dringt und im Umkehrschluss die meisten Gerüchte als Enten einzuordnen sind. Das Lauterer Interesse an Stürmer Julian Schieber (Stuttgart) und Lewis Holtby (Schalke) galt allerdings als verbürgt. Beide wechseln tatsächlich auf Leihbasis den Arbeitgeber, blöderweise der eine aber nach Nürnberg (Schieber) und der andere nach Mainz (Holtby). Der FCK ging auf der Suche nach Ersatz für das Duo Erik Jendrisek und Sidney Sam leer aus.
Beide Spieler hätten dem FCK gut zu Gesicht gestanden und wären durchaus realistisch gewesen. In die Sektion “Utopie” dagegen können getrost die Gerüchte um den Dänen Christian Poulsen (Juventus Turin) und die Angreifer Markus Rosenberg (Bremen) und Markus Berg (Hamburg) verwiesen werden. Alle drei sind für den FCK zu teuer. Auch der Name Miroslav Klose geistert immer wieder um den Betzenberg, doch sind wir mal ehrlich: Auch das wäre ein finanzieller Parforceritt sondersgleichen. Durchaus realistischer sind dagegen Spieler der Kaliber Ebi Smolarek und Robert Vittek, die im Visier der Lauterer stehen sollen. Doch auch hier gilt: In den seltensten Fällen waren Verpflichtungen in der Ära Kuntz schon vorher bekannt und wurden so breit getreten, wie aktuell bei den gehandelten Kandidaten.
Vertrauen ist angebracht in die Herren Kuntz und Kurz, auch wenn wieder einmal alle potenziellen Kandidaten dem FCK weglaufen oder unerschwinglich sind. Erinnert euch zurück: Das war vor den beiden anderen Saisons nicht anders, und dennoch glänzte die sportliche Führung mit guter Transferpolitik. Das wird auch im Jahr fünf nach der letzten Bundesligasaison 2005/2006 nicht anders sein. Ich bin da jedenfalls guter Dinge…
Stadionwurst | Fabe | Trackback
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guter Kommentar … kann ich nur zustimmen … aber für den FCK wird es trotzdem sehr schwer, wenn nicht noch ein Ersatz für Sidney Sam gefunden wird … aber hoffen wir mal…