Gebt Acht vor der “Acht”!
Die Zahl “Acht” hat eine ganz besondere Bedeutung. Wie Wikipedia zu berichten weiß, ist diese formvollendete Ziffer nicht nur das umgedrehte Zeichen für Unendlichkeit, sondern in der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters “die Zahl des glücklichen Anfangs, des Neubeginns, der geistigen Wiedergeburt oder der Taufe und der Auferstehung, Symbol des Neuen Bundes und Symbol des Glücks”. Aha. Nun fragt ihr euch sicher und nicht zu Unrecht, was das mit unserem FCK zu tun haben soll.
Nun, auch in der “Lauterer Zahlensymbolik der Saison 2006/2007″ spielt die “Acht” keine unwichtige Rolle. Insgesamt wurden acht FCK-Spieler in dieser Spielzeit vorzeitig zum Duschen geschickt, des Feldes verwiesen oder -ganz DFB-Regelkunde-konform- mit “einer persönlichen Strafe belegt”, ganz wie man möchte. Oder kurz: Acht Mal zückten die Schiedsrichter gegenüber einem Pfälzer Akteur die Rote Karte. Dass so ein Platzverweis oftmals mehr anrichten kann als nur ein verlorenes Spiel demonstrierten die “Roten Teufel” dieses Jahr auf unterschiedlichste Weise.
Erst äußerst positiv, damals an einem kühlen Dezemberabend in Köln. Rückblende: Der FCK ist drauf und dran, den unglücklichen 0:2-Halbzeitrückstand aufzuholen und hat sogar schon den Anschluss geschafft, als Schiri Kinhöfer den Lauterern Azar Karadas und Balázs Borbély die Ampelkarte zeigt. Trotzdem (oder gerade deswegen?) kommt der FCK mit einer unglaublichen kämpferischen Leistung noch zum mehr als verdienten Punktgewinn.
Ein oder mehrere Platzverweise könenn aber auch, man soll es kaum glauben, negative Auswirkungen haben, wie in der Rückrunde bestens zu sehen war. Rückblende: “Quoten-Schiedsrichter” Babak Rafati zeigte beim Auswärtsspiel in Burghausen gleich zwei Spielern der Platzherren Gelb-Rot, der FCK war also in doppeler Überzahl. Dass das jedoch nicht immer per se ein Vorteil ist, sollten die Lauterer eigentlich noch aus dem eben zitierten Köln-Spiel wissen, aber Pustekuchen. Endstand: Ein müdes, für Burghausen nicht unverdientes 0:0.
Die Krönung war aber die letzte Partie in Augsburg. Noch einmal eine kurze Rückblende: Da geht der Ex-Augsburger Sven Müller völlig übermotiviert in den Gegenspieler, sieht vollkommen zu Recht Gelb und meckert so lange, bis Referee Winkmann nichts anderes übrig blieb, als Müller nach 15 (!) Minuten beide Kartons hintereinander vorzuhalten. Danke, das war’s dann mit dem Thema Aufstieg. Es “müllerte” nach dreißig Jahren mal wieder in Fußballdeutschland, leider aber nicht in der Manier des großen Gerds, sondern in der des kleinen Svens. Großes Tennis!
Bleibt natürlich noch zu klären, wie die letzten beiden Beispiele zum christlichen Gedanken von Glück und Neuanfang passen. Scrollt man auf der Wikipedia-Seite aber ein wenig weiter runter und neigt sich in völliger Toleranz anderen Weltreligionen zu, wird schnell deutlich, dass die Ziffer “Acht” noch eine ganz andere Bedeutung haben kann. Im Judentum findet nämlich am 8. Tag nach der Geburt die Beschneidung statt. Also die Herren Mannschaftsärzte, übernehmen Sie!
Stadionwurst | Fabe | Trackback
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Ich würde aber nicht alles auf Sven Müller schieben. unser betze hatte noch genug chancen in augsburg tore zu machen. man muss halt seine chancen nutzen! Nur tore zählen und nicht mit wieviel mann du auf dem platz stehst. das ist reine kopfsache, denn ich glaube nicht das augsburg so gut ist/war, dass sie so einen mann mehr auch geschickt einsetzten könnten.
jaaa ne super Stadionwurst! Und ich finde auch das mal der Mannschaftsarzt Hand anlegen sollte, großartig! Übrigens von dir heute auch schöner Aritkel in der Zeitung.
WIR WAREN WEGEN MÜLLER NUR NOCH ZU ZEHNT!!!! und augsburg ist keine schlechte zweitligamannschaft die auch nen finanzkräftigen geldgeber dahinter hat
also ich bin ja der meinung, dass es in köln nur so eine starke leistung gab, weil eben 2 weniger auf dem platz waren. das spielt sich alles in den köpfen ab: oh wir sind nur noch 9 und haben ein tor geschoßen, da geht noch eins!
Sowas war früher normal!
stadiowurst is klasse!
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[...] bin wahrhaftig kein Statistikfreak, aber beim Genuss der bisherigen 15 Auftritte der Kaiserslauterer in dieser Spielzeit [...]