Von der fehlenden Bindung zwischen Kopf und Flosse
Beim 1. FC Kaiserslautern läuft im Moment nur eine Sache richtig rund. Während die beiden Mannschaften in der zweiten Bundesliga und der Oberliga Südwest am Tabellenende dümpeln und vor allem die sogenannten Profis Woche für Woche Leistungen unter ferner Liefen abliefern, sind die “Jungteufel” die erfolgreichsten Nachwuchsteams der Republik. Doch scheint es, als ob der FCK alles dafür tut, dass sich das bald ändert.
Da wäre etwa die B-Juniorenmannschaft von Trainer Gunther Metz, die die am Saisonbeginn neu gegründete U17-Bundesliga Süd/Südwest seit Wochen als Spitzenreiter anführt. Nach tollen Auswärtssiegen, unter anderem bei Bayern München und dem VfB Stuttgart, sowie den Heimerfolgen gegen die Südwest-Rivalen Karlsruhe, Mainz und Saarbrücken hält der FCK alle anderen starken Nachwuchstalente in Schach. Eine Eintagsfliege? Keineswegs. Denn die A-Junioren, momentan übrigens die Jahrgänge 1989/1990, sind auf dem gleichen tollen Weg. Einen Zähler hinter dem Tabellenführer rangiert die Elf von Coach Steven Dooley, schlug unter anderem zuletzt den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Freiburg und zeigt Woche für Woche beeindruckende Leistungen.
Eigentlich, so sollte man denken, optimale Voraussetzungen für einen Zweitligisten, dessen eigene Neuzugänge nicht eingeschlagen sind und bei dem mit Tobias Sippel (bzw. Florian Fromlowitz) und Sascha Kotysch zwei (bzw. drei) Eigengewächse seit Wochen die besten Akteure sind. Eigentlich, so sollte man denken, ist das der richtige Zeitpunkt, nach dem “goldenen” Jahrgang 1987 mit den Herren Reinert und Schönheim wieder verstärkt auf die hausgemachten Talente zu setzen, beziehungsweise diese mit allen Kräften zu unterstützen. Eigentlich.
Denn die Realität sieht erschreckender Weise ganz anders aus: Die A-Junioren, die bedauerlicherweise selten vor mehr als 200 Zuschauern spielen müssen, wurden zwar vor der Saison auf Platz vier direkt neben dem Fritz-Walter-Stadion befördert, nun müssen sie jedoch wieder auf dem Fröhnerhof bei Mehlingen, also quasi mitten in der “Pampa”, ran. Warum? Weil Herr Sportdirektor Schjönberg entschied, nun, da die Profis öfter auf besagtem Platz vier trainieren sollen, würde der Rasen zu sehr beansprucht. Ahja. Warum trainieren denn die Profis nicht einfach vor oder nach den U19-Junioren, die davon sicher profitieren würden? “Logistische Widerstände” wahrscheinlich.
Aber der Hammer folgt erst noch: Seit geraumer Zeit ist Kjetil Rekdal nun Chefcoach, aber scheinbar nur an den Lizenzspielern interessiert. Oder wie lässt es sich erklären, dass A-Jugend-Trainer Dooley nach eigener Aussage noch kein Wort mit Rekdal gewechselt hat? Oder das Rekdal mit seiner Mannschaft nicht einmal ein Zeichen setzt und in ganzer Truppenstärke den U19-Kickern beim Siegen und vor allem beim Fußballspielen zusieht?
Mir erschließt es sich jedenfalls nicht. Trainern und Betreuer der Jugendteams auch nicht. Noch läuft alles erstaunlich rund beim Nachwuchs, aber ein Sprichwort sagt: “Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken”. Bleibt man bei diesem Bild, so sind Göbel & Co wohl der Kopf, A-und B-Junioren wohl Fisch-Filetstück und -Flosse zugleich. Bleibt nur zu hoffen, dass das Filet nicht bald schlecht wird und überhaupt nicht mehr schmeckt. Beim 1. FC Kaiserslautern läuft einfach sehr viel falsch. Eigentlich zu viel, so sollte man denken. Eigentlich…
Stadionwurst | Fabe | Trackback
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Guter Bericht, bekommt man ja gar nicht so mit. Sind wir mal gespannt, wie die verantwortlichen Personen in den nächsten Wochen heißen. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen.
pinheiro,esswein,dautaj,mario alle offensive starke spielern,sie treffen jedem spiel.warum gib kein chance fuer diese spilern
Hallo,
das sind ja schöne Neuigkeiten, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den Verantwortlichen in der JHV Entlastung erteile.
Wolfgang
Toppmöller an die Macht !!! Jetz wird Klartext geredet .Endlich ma einer , der uff de disch haut !!!
[...] an und macht sich selbst ein Bild von den starken Lauterer Talenten. Anders als Kjetil Rekdal, der lange Zeit nicht einmal mit U19-Ausbilder Steven Dooley sprach. Dooley selbst sieht den FCK so auf dem richtigen Weg und [...]