Meine Meinung zu Willi Orban & Red Bull

Wie der Kommerz der Tradition ins Gesicht spuckt

Willi Orban und Red Bull. Das hätte bis vor wenigen Tagen nicht in einen Satz gepasst. Absolut absurd war für jeden FCK-Fan, ach was, jeden Fußballfan die Vorstellung, dass der Kapitän der Roten Teufel die Werte seines Vereins einmal so mit Füßen treten würde. Ich brauche euch an dieser Stelle die ganze Story nicht zum x-ten Mal vorzukauen. Wir alle wissen, dass Willi als gebürtiger Lautrer nie ein anderes Trikot als das des FCK getragen hat. Und wir alle stehen noch immer fassungslos vor seiner Entscheidung, in der kommenden Saison im Osten der Republik seine (goldenen) Brötchen zu verdienen.

Orban-Bashing geht zu weit

Eins muss ich klarstellen: Ich will an dieser Stelle nicht in den allgemeinen „Anti-Willi-Gesang“ einstimmen. Für mich bleibt festzuhalten, dass es für mich menschlich eigentlich noch nie eine größere Enttäuschung auf dem Betze gegeben hat. Und da gab es einige! Für mich bleibt aber auch festzuhalten, dass mir das alles, was da seit vergangenen Freitag vor allem online über Willi Orban geschrieben wird, einfach zu weit geht. Man darf enttäuscht sein, wütend und traurig.  Man darf das auch öffentlich kundtun. Man darf Willi Orban auch deutlich spüren lassen, dass er den FCK-Fans die Bullenhörner in die Herzen gerammt hat. Aber einem Spieler die Kretze an den Hals zu wünschen, oder dass er sich beide Beine bricht, geht mir einfach zu weit. Doch lassen wir das. Das hier soll nämlich auch kein „bitte lasst den Willi in Ruhe“ Blogeintrag werden.

RB lässt die Muskeln spielen

Worum es mir geht ist, dass dieser Wechsel noch viel größere Ausmaße hat, als bislang überall geschrieben und diskutiert wird. Denn der Wechsel von Willi Orban zu RB Leipzig zeigt eindrucksvoll, welche Macht Vereine wie der Brauseklub aus dem Osten haben. Denn die Verantwortlichen von RB haben Willi nicht einfach nur gekauft, weil er ein überragender Innenverteidiger ist. Da steckt, zumindest meiner Meinung nach, deutlich mehr dahinter.

Ich bin mir sicher, in Leipzig sitzen sie noch immer zusammen, stoßen mit einer Dose Blubberwasser an und lachen uns Traditionalisten aus. Und wisst ihr auch warum? Weil wir tun und lassen können was wir wollen – Vereine wie RB bekommen am Ende was sie wollen. Da kann eine Region, ja ein ganzes Land noch so gegen dieses Konstrukt zusammenstehen.

Geil, dass vor unserem Heimspiel gegen die Bullen überall Anti-RB-Banner wehten. Geil, dass wir sie unsere Abneigung im Stadion mit unseren Pfiffen haben spüren lassen. Geil, dass Jean Zimmer den Poulsen an der Seitenlinie wegeflexte und ihm danach noch ein paar „nette“ Worte mit auf den Weg gab! Doch was hat uns das gebracht?

Der Bulle spuckt dem Teufel ins Gesicht

Der Leipziger Bulle steht jetzt gerade vor unserem Roten Teufel, spuckt ihm ins Gesicht und sagt: Sieh genau hin! Es ist scheißegal, was deine Fans machen. Da könnt ihr noch tausend Banner aufhängen, noch tausendmal pfeifen und ihr könnt uns noch so abgrundtief hassen. Am Ende des Tages stehen wir hier, öffnen unseren Geldbeutel und kaufen euch verdammt nochmal euren Spieler weg. Und nicht nur einen Spieler, nein. DEN Spieler! Euren Kapitän, euren Anführer. Euren Williiii, der seit seiner Jungend bei euch im Verein war und bislang eure Werte verkörpert hat wie kein anderer. Auf den ihr stolz wart. Sehr stolz sogar, denn er wurde sogar in eurer Stadt geboren, hielt eure Fahne in den U-Nationalmannschaften hoch, saß auf dem Betzenberg auf dem Zaun und sang mit euren Fans inbrünstig eure Lieder. Und jetzt? Jetzt ist ihm das alles scheißegal und er lässt euch und eure Werte links liegen – um bei uns fett Kohle zu verdienen.

RB Leipzig hat Willi Orban auch verpflichtet, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Traditionsvereine und für die Kommerzialisierung des Fußballs. In dem sie Willi Orban verpflichtet haben, haben sie nicht nur sich selbst verstärkt, sondern vor allem auch uns geschwächt. Und zwar nicht nur spielerisch. Denn was bleibt von all unseren Werten und unserem aufopferungsvollen Kampf gegen Retortenklubs letztendlich zurück? Wenn selbst ein Willi Orban als Ur-Lautrer nicht vor einem Wechsel nach Leipzig zurückschreckt, wer soll es dann noch tun? Noch schlimmer: Was passiert, wenn Dominique Heintz und womöglich auch Jean Zimmer, wie an vielen Stellen spekuliert wird, ebenfalls in den Osten wechseln? Was würde dann von Jeans Herzblutgrätsche gegen Poulsen auf dem Betzenberg bleiben, als ein fader Beigeschmack nach Energiebrause?

Aufgeben? Sicher nicht!

Das hier soll beim besten Willen kein Aufruf dazu sein, sich nicht mehr gegen den Kommerz in unserem geliebten Fußball zu wehren. Im Gegenteil. Willi ist weg, na und? Es wird irgendwann wieder einen neuen Williii geben. Vielleicht ja schon nächste Saison einen Manniiiiiii?! Das alles muss uns nur noch stärker zusammenrücken lassen. Wir dürfen uns davon nicht beeindrucken lassen. Willis Abgang schmerzt. Aber diese drei Euro in die Betzewutz (schöne Grüße an unsere Kollegen von BetzeGebabbel) zahle ich gerne: Was uns nicht umbringt, macht uns stärker! Sie können uns unsere Spieler nehmen und vielleicht (so hart das ist) auch unseren Platz in der Bundesliga. Aber sie werden uns niemals das nehmen können, das man für kein Geld der Welt jemals kaufen kann: Unsere bedingungslose Liebe zu unserem Verein, unsere lauten Kehlen – egal ob auswärts oder im Fritz-Walter-Stadion – und vor allem unsere Leidenschaft für unser Spiel. Denn Fußball ist mehr als das, vor allem auf dem Betze.

In diesem Sinne,

Schorle statt… – ihr wisst schon was!

24 Gedanken zu „Meine Meinung zu Willi Orban & Red Bull“

  1. Das Problem ist doch eigentlich, dass eben nicht das ganze Land etwas gegen diese Retortenclubs hat. Einige finden das toll, anderen ist Fußball einfach egal. Hätte das ganze Land (egal ob RLP oder D) was dagegen hätte das RB sehr schnell bemerkt. Wenn man einen Markt erobern will und durch diese Aktionen diesen Markt zerstört zieht man sich schnell zurück.

  2. Tja wo die Wende war hat der Westen der Republick denn Osten Leer gekauft und somit denn Ost Fußball Zerstört. Da hat keiner so Gejammert von euch.
    Aber jetzt wo der Osten zurück Schlägt da heult ihr alle rum. Dies ist nun mal Marktwirtschaft und wer das Geld hat Regiert nun mal.
    Und ein kleiner Tip am rande die Sponsoren und Geldgeber sehen und hören alles was ihr macht(Randale und und und).
    Dann ist es kein Wunder wenn ihr sorgen habt ohne ende weil die Sponsoren ausbleiben.

  3. Selten solch einen Müll gelesen.
    Der Osten schlägt zurück! Da schlägt höchstens Österreich zu(rück).
    Wenn es sich für RED BULL in Leipzig nicht finanziell lohnen würde, wäre denen die Stadt Leipzig oder der ganze Osten scheißegal. Wo aber sonst hätten die denn einen unmbedeutenden Fußballverein bekommen, den sie mit neuem Namen für ihre Zwecke missbrauchen können?
    Aber lass nur. Es wird der Tag kommen, wenn in der Bundesliga nur noch Retortenclubs wie Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt, Leipzig und ggf. weitere heute noch unbekannte zusammen mit Unsympaten wie Bayern München spielen werden.
    Dann spielen eben in der 2. Liga die Clubs mit Tradition und großen Namen. Back to the roots.
    Die 2. Liga 2015/2016 ist schon auf dem Weg dazu:
    Eintracht Braunschweig
    Fortuna Düsseldorf
    1. FC Nürnberg
    1. FC Kaiserslautern
    MSV Duisburg
    VfL Bochum
    Arminia Bielefeld
    SC Freiburg
    Karlsruher SC
    FC St. Pauli
    SpVgg (Greuther) Fürth
    Union Berlin
    1860 München (ohne Gewähr)
    Da ist doch schon Musik drin.
    Paderborn und FSV Frankfurt werden graue Mäuse bleiben oder wieder werden. Heidenheim und Sandhausen sind Underdogs. Und RB Leipzig darf sich ruhig verpissen.

  4. Ein zu subjektiver Bericht. Natürlich ist es ärgerlich, dass der FCK seinen besten IV verliert, aber wenn nicht an RB, dann eben an einen anderen Verein, das war ohnehin klar.
    Das RBL mit seinem Sponsor mehr Geld zur Verfügung hat, ist schon lange klar, ähnlich wie Bayern mit seinen vielen Top-Sponsoren, oder Wolfsburg mit VW, Leverkusen mit Bayer etc. Es gibt viele Beispiele, am Ende wir aber nur auf RBL rumgehackt !? Für den Osten ist es immer noch eine einmalige Chance wieder Bundesligafußball zu sehen. Rein mit organischen Wachstum geht das nicht, dafür ist die Wirtschaftskraft hier nicht aussreichend bzw. die ansessigen Firmen investieren nicht so viel Geld in die Vereine wie in den alten Bundesländern. Das leipzig als Geburtsstadt des DfB und dem 1.dt. Meister nach Bundesliga lechzt, ist doch klar. Die Stadt wächst extrem, ist bundesweit am aufstrebensten und daher gehört doch auch ein 1.Liga Verein hin. Und in 10-20 Jahren gibts dort auch Tradition, nur die Entstehung des Vereins war eben viel schneller als bei allen andere dt. Bundesligisten. So what, der 1fck schafts sicherlich auch bald wieder in die 1.Liga !

  5. Glaubt bitte nicht alle in KL, dass Willi Orban in Leipzig bei allen Fans willkommen ist. Ich halte ihn bspw. für einen minderbemittelten, durchschnittlichen Fussballer. Und dass RBL jetzt anfängt, gegnerische Vereine zu schwächen, halte ich für genauso schwachsinnig.
    Ansnonsten finde ich, der Kommentar trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Kompliment, super Analyse.

  6. Wir leben eben in DIESEN Zeiten. Für mich eine Zeit des Übergangs. Es dauert nicht mehr lange, da wird sich Wolfsburg die Spitze holen. Wenn beim FC Bayern Ulis Festgeldkonto durch einige Fehlentscheidungen abgebrannt sind, dann wird der Brausequell, der Datenbankenquell, die Fließbandroboter und die Aspirinquelle weiter ihre Euronen in den Deutschen Fußball Pumpen. Rummenigge wird plötzlich das Traditionalistenlied singen aber der DFB wird es nicht mehr vernehmen wollen, da die Granden mit beiden Ohren dem Dollar-Song aus Leipzig, Sinsheim und Wolfsburg lauschen. In voller Lautstärke.

  7. Pingback: Presse 02.06.2015 | rotebrauseblogger
  8. Man kann das Gejammer nicht mehr hören. Was jetzt passiert ist ein logisches Ergebnis der Marktwirtschaft, an welcher wir alle teilhaben“dürfen“. Alles wird durch Geld bestimmt, und RB hat eben etwas mehr. Auch beim FCK verdienen die Spieler sechsstellige Beträge. Und auch diese Profis nehmen das Geld nicht aus Tradition. Es ist nur ein Geschäft, welches ihre Spielervermittler eingefädelt haben.

  9. Sorry Leute aber folgender Satz: „RB Leipzig hat Willi Orban auch verpflichtet, um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen gegen Traditionsvereine und für die Kommerzialisierung des Fußballs.“ ist so unnötig wie Retourtenklubs an und für sich. Eine Unternehmung wie RB Leipzig ist definitiv etwas was keiner braucht, aber Wohl und Weh der Traditionsvereine interessiert die doch nun wirklich nicht. Man muss schon etwas verblendet sein zu glauben, dass solche Klubs ihre Transferpolitik danach ausrichten Traditionsklubs zu schwächen.
    Ein bisschen mehr sachverstand wäre da hilfreich.
    Der Orban verdient jetzt genug Geld um sich langfristig abzusichern, das macht ihn nicht zum Schwerverbrecher. Diese moralische Überheblichkeit geht mir auf den Zeiger! Ist es coll zu RB Leipzig zu gehen? NEIN!!! Hat er es verdient, dass alles was bis dahin war nun nichts mehr wert ist? NEIN!!! Rosa Brille runter und Realitätscheck starten. Und schwülstig wagneresque Moralopern könntet ihr Euch im Blog sparen! Genauso unnötig wie RB Leipzig. Es lebe der FCK!

  10. Hallo,
    Ich bin auch Leipziger und finde persönlich das Projekt RBL spannend. Es wurde gerade in unserer Stadt mehrfach und mit mehreren Millionen versucht den Fußball nach oben zu bringen. Mal hat man es mit Lok mal mit Chemie probiert. Viel zu viel würden wir von dubiosen Menschen beraten und jeder wusste es besser. Ich persönlich freue mich das wir endlich mal wieder Bundesliga Spiele sehen dürfen, wir endlich auch mal große Gegner begrüßen und auch mal Stimmung machen können. Natürlich war RedBull eine perfekte Möglichkeit und mal Hand aufs Herz wer hätte sich nicht gefreut über einen entsprechenden Sponsor mit viel Geld. Was also hat RB gemacht die haben wirklich das Zepter an sich gerissen und nach Ihren Vorstellungen ein Management aufgebaut die einen sehr großen Anspruch haben. Es entsteht ein eigenes Leistungszentrum, die Nachwuchsarbeit wird deutlich gefördert und der Region kommt es ebenfalls zu Gute. Natürlich wird jeder Spielerkauf kritisch beobachtet und wenn es dann noch eine wichtige Figur/Mensch war dann ist die Enttäuschung einfach riesig groß, auch das kann ich verstehen. Aber dann so einen shitstorm über den eigenen Spieler abzulassen finde ich unmöglich. Lasst Ihn sich doch weiterentwickeln vllt klappt es vllt auch nicht auf jedenfalls gibt es auch in Leipzig viele kompetente Leute die Ihm weiterhelfen können. Ich würde mir einfach nur wünschen das man RB und gerade auch seinen Fans (wie ich einer bin) einfach auch mal eine Chance gibt, vllt auch mal ins Gespräch kommt). Natürlich wisst Ihr Fans von „Traditionsvereinen“ nicht wie es ist immer nur unterklassigen Fußball zu schauen und sucht sich dann einen „West“Verein, mit dem man sympathisiert und Ihn auch etwas unterstützt (wie ich zum Bsp Werder Bremen) aber trotzdem ist es etwas anderes wenn die eigene Heimat und deren Verein 2 Bundesliga spielt oder vllt sogar mal wieder 1 Bundesliga.
    Alles Gute für Die Zukunft bis zur nächsten Saisen – auf ein gutes faires Spiel.

  11. Matze – ich kann dich verstehen. In einem Punkt muss ich Dir leider widersprechen. RB ist kein Sponsor, RB hat den Klub in seine Hand gebracht. Mitgliedschaft und Stimmrecht nicht erwünscht. Ich hätte euch den Sponsor gegönnt, was Ihr bekommen habt ist jedoch alles andere als ein Sponsor. Dir auch alles Gute!

  12. Hallo,
    der Blogeintrag zeigt Erschreckendes. Nicht das Willi zu RBL wechselt.
    Er ist ein Lauterer und darf deshalb nur in Lautern spielen. Seid ihr bereit, alle nicht Lauterer abzugeben und eine deutschlandweite Regelung einzufuehren, das nur noch ausschliesslich Spieler aus der Umgebung von 5, 10, 25 oder 50 km kommen duerfern?

    Der Spieler tritt seine Werte mit den Fuessen. Seine Werte?
    Eher der Irrglaube das alle Spieler unkommentiert alle Aussagen der Fans unterschreiben wuerden. Ein Fussballprofi ist ein Beruf, man wechselt zu dem Arbeitgeber, der einen ueber eine akzeptable Zeit bezahlt und auch weitere Aufstiegsmoeglichkeiten bietet. Das RBL ein Sprungbrett fuer weitere bessere Vereine ist, hat der Jo Kimmich gezeigt. Das Spieler von RBL mal in der A-Nationalmannschaft spielen koennen, ist auch unbestritten.

    Bleibt die Frage Sponsor oder Mitbestimmung? Gibt es denn beides? Nein, oder wurdet ihr gefragt, ob der Willi verkauft wird oder nicht? Stimmt ihr ueber jeden Zugang und Abgang ab? Ueber jede Baumassnahme oder sonstige Vereinsangelegenheiten?
    Ein Sponsor hat perse immer eine gewisse Macht und diese an vielen Stellen auch gegen die Mitglieder. RBL verdeckt hier nur nichts und zeigt es offen, wer hier das Sagen hat.
    Jedoch ist die Zeit dies zu aendern abgelaufen, noch lange vor RBL.
    Bleibt die Wahl, sich vor der Entwicklung im Fussballgeschaeft zu verschliessen, oder mitzumischen und seine Pfunde in den Ring zu werfen?

  13. Auch die sogenannten Traditionsvereine sind rein kommerziell ausgerichtet. Nicht um sonst sind die Fussballabteilungen ausgegliedert. Oder wie beim FCK, wo doe Mitglieder nichts mehr zubestimmen haben. Da ist der Aufsichtsrat dazwischen. Die Mitglieder sind denen doch völlig wurscht. Nicht nur der Fußball sondern der ganze Sport ist inzwischen eine große Industrie geworden. Da zählt nur noch die Gewinnmaximierung. Traditionen sind etwas für die ewig gestrigen.
    Schaut mal in den Amateurfußball, auch dort dreht sich alles um Kohle. Schon in der A-Klasse wird doch nur wegen Kohle gewechselt. Sponsoren zahlen Gelder und wollen Erfolge sehen. Da ist der Fan völlig nebensächlich. Ob Fussball, Handball, Eishockey, Leichtathletik, überhaupt alle Olympischen Disziplinen. Überall geht es um Moneten.
    Adieu Tradition es lebe das Interesse der Konzerne.

  14. Zitat: „Geil, dass Jean Zimmer den Poulsen an der Seitenlinie wegeflexte und ihm danach noch ein paar “nette” Worte mit auf den Weg gab! Doch was hat uns das gebracht?“ Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun und denken noch sie seinen unantastbar und der wahre Fußball. Ich kann mich nicht erinnern, dass es im Fußball darum geht, wie hart man einen Gegner angeht.

    Anscheinend gehen dem Verfasser Zobel die Nerven durch und von einem Verständnis, um was es im modernen Profifußball geht, hat er anscheinend, auch nach Jahren in einem „Fan-Club“, keine Ahnung. Die Spieler kommen nicht zu RB, weil sie dort Unmengen an Geld verdienen. Die bekommen sogar woanders noch viel mehr geboten. Es ist vielmehr die Perspektive und die vielen Möglichkeiten, die RB, vor allen jungen Spielern bietet.

    Aber immer weiter schön schwarz-weiß denken und bitte nicht daran denken, über den Tellerrand zu blicken…. Schlimm Schlimm Schlimm

  15. Niemand hätte es Orban übel genommen wenn Er in die erste Liga zu einem Verein mit Perspektive gewechselt wäre!Gladbach war stark interessiert und hätte ihn sofort genommen,das hätte jeder normal denkende Mensch akzeptiert,denn dort müssen Sie die Innenverteidigung umbauen und Willi wäre es zu zutrauen das er das gepackt hätte,Dort hätte Er nächstes Jahr Champions League spielen können und vor allem das was sein „Berater“ noch so groß getönt hat,nächstes Jahr 1ste Liga.Was macht Er stattdessen?Er geht total hirnrissig wieder zu einem 2tLigisten obwohl er bei so einem noch Vertrag hat…!Also lief diese Entscheidung nur aus Geldgründen und sonst auß keinem anderen.Es ging absolut nur darum und sonst um garnichts und das ist schlichtweg erbärmlich….!Jeder hätte ihm mehr Sinn und Verstand und vor allem Bodenständigkeit zutraut,der Intellekt ist leider offenbar aber von allem am wenigsten vorhanden,anders ist dieser Wechsel nicht zu erklären….

  16. @WYATT – Du warst also bei den Vertragsgesprächen dabei? Du weißt also mehr als wir? Dann berichte? Was hat denn RR dem Willi angeboten? Wie hat er RB schmackhaft gemacht?

    Am Besten ist, du belegst es mit Zitaten, das ist immer glaubwürdiger 😀

  17. @MATZE: Deinen Ausführungen entnehme ich dass du ein ganz netter Kerl zu sein scheinst aber trotzdem lügst du Dir in die Tasche oder bist einfach noch nicht weit genug in die Materie des ach
    so tollen, Heilsbringenden Geldgerbers aus Österreich vorgedrungen um es besser zu wissen. Vielleicht willst du aber auch bewusst nur die positiven Seiten aus Sicht eines bevorteilten Leipzigers beleuchten.

    Dein Zitat „und mal Hand aufs Herz wer hätte sich nicht gefreut über einen entsprechenden Sponsor mit viel Geld“ treibt mir ehrlich gesagt die Zornesröte ins Gesicht. Als wäre jeder historisch gewachsene Traditionsclub der sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, bereit – für eine sportlich bessere Zukunft – seine Seele, Geschichte zu verkaufen!?

    Jeder aber wirklich jeder dürfte mittlerweile mitbekommen haben das Red Bull, lange bevor Leipzig überhaupt Thema wurde, an anderen Standorten (Vereinen) interessiert war. Leipzig war am Ende
    nur der ideale Notnagel zur Umsetzung Red Bull eigener Interessen nach dem zuvor reihenweise Traditionsclubs wie Fortuna Düsseldorf, St. Pauli oder 1860 abgelehnt hatten. Frage Dich bitte
    warum diese Vereine solch – auf den ersten Blick – verlockenden Offerten ausgeschlagen haben.

    Für den Fall du zweifelst an der Glaubwürdigkeit meiner Aussage hier ein Link der o.g. bestätigt. http://www.fussballtransfers.com/2-bundesliga/fortuna-pauli-und-60-red-bull-hatte-andere-kandidaten-und-plane_53555.

  18. Und klar, man(n) kann verstehen dass sich der Osten nach erfolgreichem 1. Ligafußball sehnt – die Pfalz übrigens auch – aber zu welchem Preis seid ihr bereit diesen Siegeszug anzutreten? Auf Kosten / zu Lasten anderer Proficlubs denen ihr – mit wettbewerbsverzerrenden Methoden und finanziellen Möglichkeiten – einen Platz im Oberhaus streitig macht.

    Andere Clubs – die nicht die Möglichkeit haben Knete bis zum abwinken ausgeben zu können – würden auch gerne aufsteigen wollen. Aber daran denkt natürlich keiner von euch Leipziger Profiteuren. Jeder ist sich selbst am Nächsten nicht wahr.

    Leipzig hatte ursprünglich einmal, lange vor der feindlichen Übernahme durch Red Bull, die gleichen wenn nicht sogar besseren finanziellen und sportlichen Voraussetzungen wie Kaiserslautern um sich im Profifußball zu etablieren. Warum hat das nicht geklappt? Weil die in der Vergangenheit in Leipzig handelnden Personen Misswirtschaft betrieben und so den Leipziger Karren komplett an die Wand gefahren haben. Wir Lautrer waren mal auf einem ähnlich „guten“ Weg aber kurz vorm Kollaps haben wir eben gerade noch die Kurve gekriegt.

    Kein Fußballverein der Welt – außer ihr selbst – trägt Schuld oder Mitschuld an der Entwicklung der RB Vorgängerclubs in Leipzig. Das kollektive Versagen eurer früheren Entscheidungsträger habt ihr selbst zu tragen und mitzuverantworten. Aber wer badet in Wirklichkeit die scheiße aus / zahlt die Rechnung dafür? Wir Nicht-Leipziger! Das aus eurer Sicht wohlwollend zur Kenntnis genommene Engagement von Red Bull führt dazu dass jeder provinzielle, nicht geldgesegnete Club der vom Wirtschaftsstandort her nicht attraktiv genug für Großinvestoren ist, auf Dauer zerstört wird.

  19. Hallo Patrick,
    in deinen Ausfuehrungen steckt auch ein kleiner Fehler.
    Es ist richtig, das RedBull bei den genannten Traditionsvereinen angefragt hat.
    Jetzt der kleine Hinweis, vor St Pauli und den anderen genannten Westvereinen, wurde beim FC Sachsen Leipzig angefragt. Dort wollte man, aus nachvollziehbaren Gruenden, keine Wechsel der Farben und des Namen. Das Interesse war also schon von Anfang an fuer Leipzig vorhanden.
    Nach den Absagen verschiedenster Vereine, hat man es eingesehen oder wollte nur Zeit sparen und so hat man einen komplett neuen Verein gegruendet.
    Somit musste kein Verein seine Identitaet aufgeben.

  20. So ein gejammer natürlich Westen!Mama Mama die haben uns den Willi weggenommen!kommt klar so is Fussball. Mann so welche Flaschen

  21. Zunächst einmal finde ich es gut, dass sich der Autor von den gehässigen Verbalausschreitungen gegenüber Willi Orban distanziert und insofern seiner Enttäuschung in richtigen, da anständigen Bahnen Ausdruck verleiht. Denn: die grundsätzliche Enttäuschung bei den Fans ist durchaus nachvollziehbar. Nur haben hier viele total überzogen, was mich auch veranlasste, auf meinem Blog einen entsprechenden Artikel zu verfassen (http://rockxx.de/ausgerechnet-rasenballsport/). Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich gehöre auch zu den Kritikern des Modells RB Leipzig. Man sollte bei seiner Kritik aber erstens sachlich und zweitens anständig, sprich respektvoll bleiben. In meinem Blogbeitrag habe ich von „falsch kanalisierter Leidenschaft“ gesprochen, die ich in den letzten Jahren leider auch bei „meinem“ (unserem) Club, dem FCK zunehmend mitbekomme. Wir tun uns damit wirklich keinen Gefallen. Die im Artikel geäußerte Meinung von Zobel gehört zu der anständig und respektvoll formulierten, das ist lobenswert!
    Ich würde Deiner Auffassung jedoch meine etwas andere Meinung entgegenhalten. Ich denke, wir dürfen die „guten alten Zeiten“ nicht vergessen, müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass der Profifussball (und viele anderen professionell betriebenen Sportarten) sich nicht mehr mit Geschäftsmodellen von gestern erfolgreich betreiben lassen. Man muss einen Mittelweg zwischen „Tradition“ und modernem Sportmanagement finden. Das muss wiederum nicht heißen, dass das Modell RB Leipzig das einzig Wahre und Wünschenswerteste ist. Für einen Traditionsclub ist dieses „Extrem“ undenkbar. Aber es gibt andere Wege. Übrigens würde es der Diskussion sehr gut tun, wenn man die „üblich verdächtigen“ sog. „Retortenclubs“ nicht ständig in einen Sack steckt, sondern zwischen RB Leipzig, Hoffenheim, Ingolstadt, Wolfsburg, Leverkusen etc. zu unterscheiden weiß und auch zu unterscheiden lernt. Denn deren Geschäftsmodelle sind nicht dasselbe.
    Was Willi Orban’s Entscheidung für RB Leipzig betrifft: Selbstverständlich spielten mit großer Sicherheit finanzielle Aspekte eine Rolle. Aber ich bin mir genauso sicher, dass es auch sportliche Aspekte waren. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ralf Rangnick als sportlicher Chef und jetzt auch Trainer sehr gute Ideen hat und angesichts seiner Fachkompetenz auch umzusetzen weiß. Glaubt man der Berichterstattung rund um den Orban-Transfer, so war es ja die Person Rangnick als künftiger Trainer, die bzw. der für Willi ausschlaggebend gewesen war.

    Anyway … lasst uns die Emotionen in dieser Sache ein bisschen senken, obwohl es schwer fällt.

    Nächstes Jahr greifen wir wieder an!
    Cheers Jens

  22. Was für ein geflenne! Im Profifussball kommt es vor, dass ein Spieler gekauft wird. Euer Problem ist, dass dieses mal der Osten die Kohle hat. Habt Ihr vergessen, wie Marshall, Ballack, Rische zu den Teufeln wechselten? Für euch damals normal, für die Ostvereine der Anfang vom Ende. Die Zeiten sind endlich für die Leipziger vorbei.

  23. @Patrick
    Du schreibst mir aus der Seele. Dieses Projekt RB wurde nur aus einem einzigen Grund gegründet. Denen geht’s nicht um den Sport oder um die Liebe zum Spiel. Alles das, was unseren geliebten Sport so ausmacht. Bei RB geht’s nur um den Kommerz. Nur darum das Produkt so weit wie möglich nach oben zu bekommen. In 3-4 Jahren sehen wir Leipzig international. Das wird nicht zu verhindern sein. Mit aller finanzieller Gewalt wird dieses Projekt durchgedrückt. Nur damit am Ende der Rote Bulle in der Champions League weltweite Präsenz erreicht. Das dieser Konzern über Leichen geht hat er ja schon mehrmals bei anderen Sportarten bewiesen. Anti RB bis zum Tod!!!! In Leipzig nur LOK und Chemie

  24. Jetzt wird hier tatsächlich die Ost-West Debatte aufgewärmt 😮
    Dann sag ich mal: Lutz Eigendorf
    Duck und weg.

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